Whiskey aus Irland

Toms Whisky-Bar

Whiskeys aus Irland dürfen meiner Meinung nach in keiner Whisky-Bar fehlen. Diese Whiskeys stehen meist für milde, feine und ausgewogene Geschmacksnoten. Mit dem Jameson 18 hat es sogar ein guter Blended Whiskey in meine Bar geschafft.

Irischer Whiskey (Irish Whiskey)

Irischer Whiskey unterteilt sich in:

  • Grain Whiskey: wird fast ausschließlich zum Mischen verwendet
  • Blended Whiskey: wird zu einem Markenprodukt mit immer gleichem Geschmack gemischt
  • Malt Whiskey: ungemischtes Produkt

Merkmale

  • das Malz wird nicht über Torffeuer gedarrt, dadurch milderer Geschmack
  • es wird kein Mais verwendet, dafür Hafer
  • Lagerzeit in Eichenfässern beträgt mindestens 3 Jahre
  • er wird dreimal destilliert (patent-still-Verfahren)
  • wird als Blended oder Malt Irish Whiskey angeboten
  • Herstellung von Blended und Malt Whiskeys wie bei Schottischem Whisky

Verschiedene Einflüsse haben in der Vergangenheit zu einer sehr starken Konzentration der Whiskeyproduktion auf der gesamten irischen Insel geführt. Gegenwärtig gibt es eine nennenswerte Produktion der fast einhundert verschiedenen Sorten nur noch an drei Standorten. Die Irish Distillers Group, die seit 1987 zur französischen Pernod-Ricard-Gruppe gehört, produziert in einer modernen industriellen Anlage in Midleton, County Cork im Süden der Republik. Hier werden die diversen John-Jameson-Whiskeys seit 1843 hergestellt, auch die Marke Paddy und verschiedene kleinere Marken für den irischen Markt, wie John Power sowie, für William Grant & Sons, der vor allem in Deutschland und Dänemark bekannte Tullamore Dew. County Antrim in Nordirland ist der Standort der bekannten Old-Bushmills-Brennerei, die 1784 gegründet wurde und heute zur Unternehmensgruppe Diageo gehört. Eine Sonderrolle nahm die erst 1987 gegründete, innovative und bis Dezember 2011 einzige unabhängige Cooley Distillery in Riverstown nahe Nordirland ein, in der Kilbeggan, Lockes, Connemara und Tyrconnell hergestellt werden. Den Status der ältesten Whiskey-Destillerie Irlands hat Bushmills kürzlich an die Kilbeggan Distillery verloren. Die 1757 gegründete Destillerie hat am 19. März 2007, 250 Jahre nach der Eröffnung, den Betrieb wieder aufgenommen. Im Dezember 2011 wurde die Cooley Distillery von Jim Beam für 95 Mio. US-$ gekauft.

An irischem Whiskey interessierte Besucher können die Old-Jameson-Schaudestillerien in Midleton und seit 1997 im Stadtzentrum von Dublin, Smithfield Village, Bow Street besichtigen. Daneben kann auch Lockes Distillery in Kilbeggan besucht werden. In der 1953 stillgelegten Destillerie werden die historischen Anlagen gezeigt und Informationen zur Geschichte des Whiskeys gegeben.

Da das Malz nicht mit Rauch in Kontakt kommt, schmeckt irischer Whiskey milder (fast süß) als die meisten schottischen Whiskys. Pot-Still-Brennblasen sind in Irland (irischer Pot-Still-Whiskey) um ein Vielfaches größer als die in Schottland (schottischer Malt-Whisky). Vergleichbar große Brennblasen in Schottland werden nur zur Herstellung des schottischen Grain-Whiskys genutzt.

Die meisten irischen Whiskeys sind blends, jedoch werden in letzter Zeit auch verstärkt Single Malts angeboten. Als weitere Qualitätsbezeichnungen findet man Pure Pot Still, was die alleinige Verwendung einer Pot-still-Destillationsanlage beschreibt.

Quelle: Wikipedia